Die Haushaltslage in Brieselang - eine Katastrophe21.10.2017

In der Brawo wird am Sonntag (22.10.17) ein Artikel über den kommenden Haushalt stehen, der schon heute auf moz.de gelesen werden kann. Zitat daraus: "Der Fehlbetrag (Anmerkung: im Haushalt 2019 bis 2022) kann realistischerweise ausgeglichen werden. Wir haben noch eine kameralistische Rücklage in Höhe von etwa 2,5 Millionen Euro in der Hinterhand und verfügen insgesamt über eine sehr gute Liquidität", so Lessing.

Der Haushaltsentwurf weist für die Jahre 2019 einen Verlust von ca. 830.000 EUR, 2020 von ca. 610.000 EUR, 2021 von ca. 790.000 EUR und 2022 von ca. 770.000 EUR aus. Dies sind in der Summe rund 3 Millionen EUR bei einer Rücklage von 2,5 Millionen EUR. Für wie dumm hält Herr Lessing eigentlich die Bürger dieser Gemeinde? Ist dies ein Grund dafür, dass er seit sechs Jahren keine Rechenschaft mehr in Form von Jahresabschlüssen vorlegt?

Die Liquidität wird 2022 auf rd. 600.000 EUR geschmolzen sein. Für Schule, Sporthalle und Kitas sind weit über 10 Millionen EUR noch gar nicht im Haushalt eingearbeitet. Was redet Herr Lessing da?

Konkret wurde im Ausschuss besprochen, dass

-          der teuer bezahlte Masterplan in der Schublade verschwindet.

-          ein Rathaus aktuell nicht zu finanzieren ist.

-          alle Projekte, auch die schon im Haushalt verankert sind, auf ihre Notwendigkeit geprüft werden müssen (Bildung und Kita sollen ausgenommen werden).

-          alle Ausgaben der Gemeinde (laufenden Aufwendungen) auf ihre Notwendigkeit geprüft werden müssen.

-          alle Gebührensatzungen aktuell angepasst werden müssen (natürlich nicht nach unten!)

Die Bürger für Brieselang haben konkret die Erhöhung der Grundsteuer und Gewerbesteuer vor Augen, um die Einnahmen für die Gemeinde nachhaltig zu verbessern.

Es geht an das Eingemachte - und auch an die Geldbeutel der Bürger.